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Arbeitnehmerüberlassung

Die Arbeitnehmerüberlassung - oder kurz Zeitarbeit – gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Wir bieten Ihnen nicht nur abwechslungsreiche Tätigkeiten, sondern ermöglichen Ihnen Einblicke in verschiedene namhafte Unternehmen und Kontakte zu neuen Kollegen.

Werden Sie einer unserer Spezialisten und genießen Sie die Vorzüge und Vorteile einer Festanstellung in unserem Unternehmen. Sie erhalten von uns einen Arbeitsvertrag mit tariflicher Bezahlung (iGZ-/DGB Tarif) und erhalten auch Sondervergütungen, bezahlte Überstunden und umfassende Sozialleistungen.

Sie werden in der Regel entsprechend Ihrer Qualifikation eingesetzt. Dabei werden Ihre Wünsche und Neigungen berücksichtigt. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern allerdings ein hohes Maß an Flexibilität, damit wir den Kundenwünschen jederzeit entsprechen können. Es kann somit vorkommen, dass Sie vorübergehend mit einfacheren Tätigkeiten beauftragt werden. Ihre vertraglich vereinbarte Bezahlung ändert sich dabei aber niemals zu Ihren Ungunsten!

Und da uns unsere Mitarbeiter wichtig sind, gilt ihnen unser Interesse auch noch nach dem zustande gekommenen Arbeitsvertrag.

Übrigens Ihre Chancen beim Entleihunternehmen eine Festanstellung zu bekommen sind gut.

 

Fast in jeder Branche kommt Zeitarbeit zum Einsatz

Heute gibt es kaum noch Branchen, in der gewerbliche sowie kaufmännische Zeitarbeit nicht zum Einsatz kommt. Gute Chancen für Zeitarbeiter bieten sich vor allem in der Luftfahrt-, Zuliefer- und Automobilindustrie, der Logistik, dem IT-Bereich und der Telekommunikation.

Geregelt wird die Zeitarbeit durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) vom 7.08.1972, welches im Laufe der Jahre etwas verändert wurde. So kam es im Zuge der Hartz-Reformen im Jahre 2004 z.B. zur Streichung des Wiedereinstellungsverbotes auf höchstens 2 Jahre und zum Hinzufügen des Gleichstellungsgrundsatzes. Nach diesem sollen die Zeitarbeiter unter den gleichen Bedingungen beschäftigt werden wie die Stammbelegschaft des Entleihungsunternehmens. Diese Forderung bezieht sich auf die Entlohnung, die Arbeitszeiten, die Urlaubsansprüche und sonstige Sonderleistungen. Eingeschränkt wird der Grundsatz jedoch durch die Tatsache, dass die gesetzlichen Forderungen nur dann gesichert werden können, wenn die Zeitarbeit gewerkschaftlich organisiert ist.

Früher wurde Zeitarbeit belächelt und sofort mit dem Begriff Lohndumping in Verbindung gebracht. Im Laufe der Jahre hat sich jedoch ein positiveres Bild eingestellt. Diese Tatsache, ist durch folgende Vorteile für den Zeitarbeiter zu erklären:

  • Die Zeitarbeit dient als "Brücke" aus der Arbeitslosigkeit in eine sozialversicherungs- pflichtige Beschäftigung
  • Der Zeitarbeiter lernt viele verschiedene Unternehmen sowie Tätigkeiten kennen und sammelt dadurch viel Berufserfahrung
  • Der Zeitarbeiter ist nur auf eine bestimmte Zeit an ein Unternehmen gebunden
  • Die Zeitarbeit verhilft vielen Zeitarbeitern durch den so genannten "Klebeeffekt" zum (Wieder-) Einstieg in das Berufsleben.
  • Durch die Tarifverträge werden dem Zeitarbeiter bessere Rahmenbedingungen zuge- sichert
  • Die Zeitarbeit bietet soziale Sicherheit

 

ENTSENDUNGEN INS AUSLAND

Als entsandter Arbeitnehmer oder Selbständiger können Sie zeitlich befristet in einem anderen EU-Land arbeiten und weiterhin bei der Sozialversicherung Ihres Heimatlandes (also des Landes, in dem Sie normalerweise arbeiten) versichert bleiben.

Ausnahmefälle sind Deutschland und Österreich. Hier gelten befristete Beschränkungen für die Entsendung von Arbeitnehmern durch Unternehmen, die in bestimmten Branchen tätig sind. Betroffen sind Staatsangehörige Bulgariens, Estlands, Lettlands, Litauens, Polens, Rumäniens, der Slowakei, Sloweniens, der Tschechischen Republik und Ungarns.

Wenn Sie nach Deutschland oder Österreich entsandt werden, erkundigen Sie sich beim jeweiligen nationalen Verbindungsbüro für entsandte Arbeitnehmer, inwieweit diese Einschränkungen auch für Sie gelten.

 

Vor Ihrer Abreise ins Ausland

Lassen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber das Formular A1 (früher: Formular E 101) ausstellen. Mit diesem Formular können Sie nachweisen, dass Sie und Ihre Angehörigen während Ihrer Entsendung ins Ausland bis zu 24 Monate lang bei der Sozialversicherung Ihres Heimatlandes versichert bleiben dürfen.

Nach Ablauf Ihrer Entsendung dürfen Sie frühestens zwei Monate nach Ende Ihrer vorherigen Entsendung erneut ins Ausland entsandt werden.

Steht von Beginn an fest, dass Sie für einen Zeitraum von mehr als 24 Monaten entsandt werden (z. B. für drei Jahre), kann Ihr Arbeitgeber direkt eine Ausnahmeregelung beantragen, damit Sie für die gesamte Dauer Ihrer Entsendung in Ihrem Heimatland sozialversichert bleiben können.

Solche Ausnahmeregelungen sind von Fall zu Fall unterschiedlich und müssen von den zuständigen Behörden in den betreffenden Ländern genehmigt werden. Sie gelten nur für die jeweils festgelegte Dauer.

Unter Umständen muss Ihr Arbeitgeber auch eine Voraberklärung über entsandte Arbeitnehmer ausfüllen.

Berufliche Qualifikationen

Wenn Sie ins Ausland entsandt werden, brauchen Sie keinen Antrag auf Anerkennung Ihrer beruflichen Qualifikationen zu stellen. Je nachdem, in welches Land Sie gehen oder welchen Beruf Sie dort ausüben möchten, müssen Sie jedoch möglicherweise eine entsprechende Erklärung abgeben.

Wenn Ihre berufliche Tätigkeit maßgebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Personen haben könnte, mit denen Sie von Berufs wegen zu tun haben, können die nationalen Behörden Ihre Qualifikationen überprüfen. Sie müssen also eine Genehmigung beantragen, bevor Sie Ihren Beruf in diesem Land zum ersten Mal ausüben können. Nach der ersten Überprüfung müssen Sie nur noch eine Erklärung abgeben.

Sie können Ihre Erklärung jederzeit vor Aufnahme Ihrer Tätigkeit in dem betreffenden Land schriftlich einreichen, auch wenn Sie noch nicht sicher wissen, ob Sie den Beruf tatsächlich ausüben werden.

Die Gültigkeitsdauer der Erklärungen beträgt ein Jahr, beginnend ab dem Zeitpunkt ihrer Einreichung bei den zuständigen Behörden.

Ob Sie eine Erklärung abgeben müssen, erfahren Sie bei der nationalen Kontaktstelle für Informationen über die Anerkennung von Berufsqualifikationen English des Landes, in das Sie entsandt werden.


Beglaubigte Übersetzungen


Wenn Ihre berufliche Tätigkeit gesundheits- und sicherheitsrelevante Auswirkungen hat und Ihre Qualifikationen deshalb überprüft werden, darf von Ihnen nur eine beglaubigte Übersetzung der wichtigsten Dokumente verlangt werden (z. B. eine beglaubigte Übersetzung Ihrer Qualifikationen). Für Personalausweise, Reisepässe usw. brauchen Sie keine beglaubigte Übersetzung vorzulegen.

Bei wichtigen Dokumenten müssen die nationalen Behörden beglaubigte Übersetzungen aus anderen EU-Ländern akzeptieren.

Beachten Sie, dass Angehörige folgender Berufsgruppen keine beglaubigte Übersetzung ihrer Qualifikationen vorzulegen brauchen: Ärzte, für die allgemeine Pflege verantwortliche Krankenpfleger, Geburtshelfer, Tierärzte, Zahnärzte, Apotheker und Architekten.

 

Die Pflichten Ihres Arbeitgebers

Für die Dauer Ihrer Entsendung ist Ihr Arbeitgeber zur Einhaltung der grundlegenden Regelungen im Bereich Arbeitnehmerschutz verpflichtet, die in dem jeweiligen Land gelten. Diese Regelungen umfassen folgende Aspekte:

  • Mindestlohn (Ihr Gehalt darf den örtlich festgelegten Mindestlohn nicht unterschreiten);
  • Höchstarbeitszeiten und Mindestruhezeiten;
  • Arbeitszeiten (Sie dürfen die festgelegte Arbeitszeit nicht überschreiten);
  • bezahlter Mindestjahresurlaub (Sie haben das Recht auf Urlaub);
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz;
  • Beschäftigungsbedingungen für Schwangere, Kinder und junge Menschen.

 

Steuern

Das EU-Recht regelt nicht die Besteuerung von Personen, die vorübergehend in einem anderen Land als Ihrem Wohnsitzland arbeiten.

Angelegenheiten dieser Art regeln die einzelnen Länder über ihr jeweiliges nationales Steuerrecht, das in der Regel (wenn auch nicht immer) von Abkommen mit anderen Ländern (multilaterale oder bilaterale Besteuerungsabkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung) ergänzt wird.

Die meisten nationalen und internationalen steuerrechtlichen Regelungen, die heute in Europa gelten, beinhalten die folgenden Grundsätze.

Einkommensteuer bei Entsendungen ins Ausland

Arbeitnehmer oder Selbständige

Wenn Sie in ein anderes Land entsandt wurden, wird Ihr Gehalt, das Sie dort beziehen, auch in diesem Land besteuert.

Wenn sich Ihr steuerlicher Sitz noch immer in Ihrem Heimatland (also in dem Land, in dem Sie normalerweise leben) befindet, müssen Sie dasselbe Einkommen möglicherweise auch dort versteuern. In diesem Fall werden Ihnen die Steuern, die Sie in dem Land gezahlt haben, in dem Sie früher gearbeitet haben, sehr wahrscheinlich erstattet.

Arbeitnehmer

Sie müssen in Ihrem Heimatland nur dann Steuern zahlen, wenn

  • Sie sich weniger als sechs Monate im Jahr in dem Land aufhalten, in das Sie entsandt wurden, und
  • Sie Ihr Gehalt direkt von Ihrem Arbeitgeber beziehen, und nicht von einer Niederlassung oder einem anderen Unternehmen, die bzw. das Ihr Arbeitgeber in diesem Land unterhält.