Home News Wohnsitz anmelden

News

28.09.2011

Wohnsitz anmelden

Wer eine Wohnung oder ein Haus in Deutschland bezieht, muss sich beim jeweiligen Einwohnermeldeamt anmelden. Der Anmelde-Service ist in den meisten Bundesländern kostenlos. Mitunter werden aber geringe Gebühren erhoben (z. B. 6 Euro in Hamburg).


Benötigte Unterlagen für die Wohnsitz-Anmeldung
Bitte bringen Sie folgende Dokumente mit:

  •     Personalausweise oder Reisepässe der anzumeldenden Personen
  •     Meldeformular des Einwohnermeldeamts
  •     Kinderausweise bzw. Geburtsurkunden der mit zuziehenden Kinder
  •     Miet- oder Kaufvertrag
  •     Einzugsbestätigung des Vermieters/Hauptmieters (sofern Sie nicht im Mietvertrag genannt werden
  •     ggf. Heiratsurkunde

Das Meldeformular erhalten Sie beim Einwohnermeldeamt bzw. Bürgerbüro. Viele Städte bieten die Formulare auch online zum Ausfüllen und Ausdrucken an.

Hinweis: Nicht jedes Einwohnermeldeamt verlangt alle vorgenannten Dokumente. Um sich unnötigen Ärger oder gar einen zweiten Behördengang zu ersparen, raten wir Ihnen aber, direkt alle aufgeführten Dokumente mitzuführen.

Persönliches Erscheinen auf dem Einwohnermeldeamt notwendig?
Leider ist es bisher aus datenschutztechnischen Gründen noch nicht möglich, das Meldeformular per E-Mail an ein Einwohnermeldeamt zu übersenden. Teilweise - zum Beispiel in Bayern - gestatten es die Meldebehörden aber, die Formulare per Post einzusenden. In diesem Fall muss allerdings eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses beigefügt werden.

Der Behördengang bleibt Ihnen aber auch bei einer Anmeldung per Post nicht erspart, da in Ihrem Personalausweis Ihre neue Anschrift eingetragen werden muss. Dies ist nur durch persönliche Vorsprache im Einwohnermeldeamt möglich. Sie brauchen in diesem Fall aber nicht innerhalb von einer Woche nach Zuzug beim Amt erscheinen, sondern können die Ausweisänderung beim nächstmöglichen Behördenbesuch erledigen.

Vollmacht
Sie können sich für die Anmeldung auch vertreten lassen. Ihr Vertreter benötigt hierfür eine schriftliche Vollmacht von Ihnen sowie die oben erwähnten Unterlagen. In Hessen und in Bayern muss die Vollmacht darüber hinaus beglaubigt sein. In Bayern macht es daher sicher mehr Sinn, die dort mögliche Anmeldung per Post zu nutzen.

Das Anmeldeformular müssen Sie eigenhändig unterschreiben. Der Meldepflichtige kann sich also nicht für die Meldung selbst, sondern nur für die Einreichung des Meldescheines vertreten lassen. Bei einer anzumeldenden Familie reicht es, wenn ein Familienoberhaupt die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt übernimmt.

Hauptwohnsitz
Bewohnen Sie mehrere Wohnungen, müssen Sie einen Hauptwohnsitz festlegen. In der Regel ist dies der Ort, an dem Sie die meiste Zeit verbringen. Ausnahme: Sie leben in einer Familie. In diesem Fall ist immer der Familienwohnsitz der Hauptwohnsitz.

Eine Woche Zeit zum Ummelden
Bei einem Umzug in eine andere Stadt innerhalb Deutschlands muss die Anmeldung am neuen Wohnort spätestens eine Woche nach Umzug erfolgen. Im schlimmsten Fall können verspätete Anmeldungen mit einem Verwarn- oder Bußgeld geahndet werden. Aus der Verletzung der Meldepflicht können sich aber auch Probleme bei der Kfz-Zulassung, beim Führerscheinerwerb, beim Beantragen eines Führungszeugnisses oder bei der Zustellung von Lohnsteuerkarten ergeben.

Hinweis für Auszubildende und Studierende
Einige Städte zahlen Auszubildenden und Studierenden ein einmaliges Begrüßungsgeld, wenn diese sich zum ersten Mal mit Hauptwohnsitz in der Stadt anmelden. Fragen Sie im Einwohnermeldeamt nach, ob dies auch für Ihre Stadt gilt - es lohnt sich! Das Begrüßungsgeld ist eine recht neue Einrichtung der Städte und die Zahl derer, die sich dieser Regelung anschließen, steigt stetig.


UNMELDEN BEIM EINWOHNERMELDEAMT: NUR EINE WOCHE ZEIT

Ummelden beim Einwohnermeldeamt müssen Sie sich immer dann, wenn Sie innerhalb Ihrer alten Gemeinde umziehen. Hierfür bleibt Ihnen in der Regel lediglich eine Woche Zeit, in einigen Gemeinden auch zwei. Versäumen Sie diese Frist, kann ein Ordnungsgeld von bis zu 500 EUR verhängt werden. Solch drastische Strafen dürften allerdings nur im Extremfall anfallen. Bei einer Überschreitung der Meldefrist von wenigen Tagen oder Wochen zeigen sich die Mitarbeiter im Einwohnermeldeamt meist recht kulant und belassen es bei einer Ermahnung oder allenfalls bei einer geringeren Strafgebühr von 10 bis 30 Euro.

Ummelden beim Einwohnermeldeamt: Persönlich oder schriftlich?

Die Ummeldung hat in den meisten Meldeämtern durch persönliche Vorsprache zu erfolgen, da gleichzeitig die neue Anschrift im Personalausweis eingetragen wird.

In vielen Einwohnermeldeämtern gibt es einen vereinfachten Ummeldeschein, der bei einem Umzug innerhalb der Gemeinde anstelle des normalen Meldeformulars auszufüllen ist. Das Meldeformular kann oftmals auch auf den örtlichen Websites heruntergeladen und bereits zuhause ausgefüllt werden. Dann bitte ausdrucken, unterschreiben und zum Einwohnermeldeamt mitnehmen.

Mitunter - zum Beispiel in Bayern - ist eine Ummeldung auch per Post möglich. In diesem Fall genügt es, das ausgefüllte und unterschriebene Meldeformular inklusive einer Kopie des Personalausweises per Post an das zuständige Einwohnermeldeamt zu senden. Die Anschriftenänderung im Personalausweis kann dann beim nächstmöglichen Behördengang nachgeholt werden.

Haben Sie keine Zeit für die Vorsprache beim Einwohnermeldeamt, kann auch ein Bevollmächtigter die Ummeldung vornehmen. Dieser benötigt allerdings eine schriftliche Vollmacht von Ihnen. In Hessen und in Bayern muss diese sogar beglaubigt sein. In Bayern ist es daher einfacher, den dort möglichen Weg der Ummeldung per Post zu nutzen.

Zum Ummelden beim Einwohnermeldeamt benötigen Sie:

  • Personalausweise bzw. Reisepässe aller umzumeldenden Personen. Es ist auch ausreichend, wenn ein volljähriges Mitglied der Familie mit sämtlichen Ausweisen der meldepflichtigen Personen erscheint.
  • Einzugsbestätigung des Wohnungsgebers oder Mietvertrag bzw. Kaufvertrag ggf. schriftliche Vollmacht und Personalausweis/Pass der bevollmächtigten Person
  • sofern Sie Kfz-Halter sind: ggf. Fahrzeugschein und -brief bzw. Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2 (viele Einwohnermeldeämter bieten an, die Anschriftenänderung in den Fahrzeugpapieren direkt vorzunehmen. Somit sparen Sie sich den Gang zur Kfz-Zulassungsstelle)

Die Ummeldung ist in den meisten Bundesländern noch kostenfrei. Mitunter können aber geringe Gebühren anfallen. In Hamburg sind dies beispielsweise 6 Euro. Als Rechtsgrundlagen dienen die jeweiligen Meldegesetze der Bundesländer.

Zurück