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02.02.2012

Was verdienen Sekretärinnen/Sekretäre in Deutschland?

Das Bruttomonatseinkommen von Sekretärinnen/Sekretären beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 2.400 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 2230 Sekretärinnen und Sekretäre haben sich daran beteiligt. "Unsere Daten zeigen die Einkommensunterschiede dieser Berufsgruppe nach Branche, Berufserfahrung und Betriebsgröße.", sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. "In Betrieben mit über 500 Beschäftigten verdienen die Sekretärinnen/Sekretäre mit durchschnittlich 2.819 Euro deutlich mehr als die Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten, die auf 2.215 Euro kommen".

Die Auswertung kommt unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

Berufserfahrung: Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Sekretärinnen/Sekretären mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 2.001 Euro, bei 10 bis 14 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.430 Euro und bei über 20 Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 2.628 Euro.

Branchen: In der chemischen Industrie werden die Sekretärinnen/Sekretäre mit durchschnittlich 3.127 Euro am besten bezahlt, gefolgt von der Metallindustrie mit 2.850 Euro und den Finanzdienstleistungen mit 2.682 Euro. Im Bereich Energie- und Wasserversorgung beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 2.480 Euro und im Bereich Handel beträgt es 2.339 Euro. Darunter liegt noch das Baugewerbe mit durchschnittlich 2.231 Euro, die öffentliche Verwaltung mit 2.187 Euro und das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 2.162 Euro.

West - Ost: Während die Sekretärinnen/Sekretäre in Westdeutschland durchschnittlich 2.478 Euro erhalten, bekommen sie in Ostdeutschland 1.991 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen damit Sekretärinnen/Sekretäre rund 20 Prozent weniger als ihre Kollegen/innen in den alten Bundesländern.
Tarifbindung: Sekretärinnen/Sekretäre profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.669 Euro rund 15 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Quelle: WSI, Hans-Böckler-Stiftung

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