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20.05.2012

Was verdienen Köchinnen/Köche?

Das Bruttomonatseinkommen von Köchinnen/Köchen beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 2.047 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 1080 Köche und Köchinnen haben sich daran beteiligt. "Unsere Daten zeigen die Einkommensunterschiede dieser Berufsgruppe nach Berufserfahrung, Betriebsgröße und Region", sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. "In Betrieben mit über 500 Beschäftigten verdienen die Köchinnen und Köche mit durchschnittlich 2694 Euro deutlich mehr als die Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten, die auf 1.963 Euro kommen".

Die Auswertung kommt u. a. zu folgenden Ergebnissen:

Berufserfahrung: In aller Regel steigt das Einkommen mit der Dauer der Berufserfahrung. Dies gilt auch für Köche/Köchinnen. Bei einer Berufserfahrung unter 5 Jahren beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 1.921€. Bei mehr als 20 Jahren steigt es auf 2.306 €. Dies bedeutet einen Einkommenszuwachs von 385 €.

Verteilung zwischen Frauen und Männern: Frauen verdienen im Beruf Köchinnen/Köche im Durchschnitt rund 19 Prozent weniger als Männer. Bei Betrachtung der Mittelwerte liegt das Einkommen von Köchinnen mit 1.732 Euro rund 413 Euro unter dem der Köche in Höhe von 2.145 Euro.

West - Ost: Während die Köchinnen/Köche in Westdeutschland durchschnittlich 2.183 Euro erhalten, bekommen sie in Ostdeutschland 1.609 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen damit Köchinnen/Köche rund 26 Prozent weniger als ihre Kollegen/innen in den alten Bundesländern.

Tarifbindung: Köchinnen/Köche profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.314 Euro rund 21 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Das Projekt "LohnSpiegel" erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus 65 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite "www.lohnspiegel.de" freiwillig und anonym beteiligen können. Zurzeit bietet der LohnSpiegel einen Gehalts-Check für rund 350 Berufe.

Quelle:Hans Boeckler Stiftung, Dr. Reinhard Bispinck, Dr. Heiner Dribbusch

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