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PICART PERSONAL - Top Jobs - die zehn bestbezahlten Berufe

20.08.2011

Top Jobs - die zehn bestbezahlten Berufe

Das sind die Top-Jobs mit den besten Gehältern. Von Arzt bis Unternehmensberater: zehn Berufsgruppen und Positionen, in denen richtig abgesahnt werden kann.

Ärzte

Extreme Arbeitsbelastung und Ärzteflucht sind ständige Themen in der Berichterstattung über das Berufsbild der Mediziner. Haben sie aber erst mal ihren Abschluss als Facharzt in der Tasche und streben eine Arztlaufbahn in einer Klinik an, schlägt sich das spürbar positiv auf ihrem Konto nieder.

Laut der Vergütungsberatung Personalmarkt.de steigen junge Ärzte im Schnitt mit einem Jahresgehalt von knapp 45.000 Euro ins Berufsleben ein. Fachärzte an Krankenhäusern erreichen dann laut der Personalberatung Kienbaum im Schnitt 82.000 Euro, Oberärzte 113.000 Euro und Chefärzte durchschnittlich 257.000 Euro.

Zum Vergleich: Der kaufmännische Leiter eines Krankenhauses kommt im Schnitt auf ein Jahressalär von 152.000 Euro. Berufserfahrung zahlt sich laut Kienbaum bei Ärzten übrigens auch auf der höchsten Hierarchieebene spürbar aus: Verdient ein Chefarzt im Alter zwischen 35 und 40 Jahren durchschnittlich 169.000 Euro im Jahr, erreicht sein Kollege, der zwischen 55 und 60 Jahren alt ist, in gleicher Position durchschnittlich 260.000 Euro.


Chemiker

Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat Fachkräfte schon immer vergleichsweise sehr gut bezahlt. Das macht sich auch für Chemiker bemerkbar, die laut CRF Institute, das die HR-Performance von Unternehmen bewertet, mit 42.000 bis 48.000 Euro einsteigen.

Haben sie promoviert – was in der Chemie eher die Regel, als die Ausnahme ist – können die Einstiegsgehälter sogar noch spürbar darüber liegen: jenseits der 58.000 Euro. Die vergleichsweise hohen Bezüge finden sich auch in späteren Phasen des Berufslebens wieder: So verdient eine 40-jährige Führungskraft mit Hochschulausbildung und 14 Berufsjahren in entsprechend verantwortungsvoller Position laut dem Verband VAA – Führungskräfte Chemie durchschnittlich knapp 90.000 Euro im Jahr.

Die Jahresbezüge eines Chemikers steigen zwischen dem fünften und 25. Berufsjahr um durchschnittlich 3000 Euro jährlich. Die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ hat die Gehälter von Laborleitern vor einigen Jahren auf 123.000 bis 164.00 Euro taxiert.


Geschäftsführer und Vorstände

Es überrascht nicht, dass die Bezüge von Geschäftsführern und Vorständen maßgeblich von der Größe des Unternehmens abhängen. So verdient der Geschäftsführer eines Unternehmens mit 7,5 Millionen Euro Umsatz im Mittel 184.000 Euro, der eines Unternehmens mit 25 bis 50 Millionen Euro Umsatz 234.000 Euro.

Und bei mehr als 500 Millionen Jahresumsatz wird durchschnittlich mit 444.000 Euro vergütet. Nach oben sind die Grenzen weit. Der VW-Chef Martin Winterkorn hat im vergangenen Jahr rund 9,3 Millionen Euro bekommen – und lag damit an der Spitze der Vorstandsvorsitzenden der Dax-Unternehmen.


Ingenieure

Sie gehören noch immer zu den Mangelqualifikationen in Deutschland. Aktuell beziffert der Verein Deutscher Ingenieure den Bedarf auf 72.000 unbesetzte Stellen. Kein Wunder also, dass Ingenieure mit 40.000 bis 44.000 Euro ins Berufsleben einsteigen, so die Ergebnisse des CRF Institute.

Laut der jüngsten Kienbaum-Vergütungsstudie verdient ein Ingenieur als Fachkraft im Schnitt 61.000 Euro im Jahr, die Spanne reicht dabei von 80.000 Euro für einen Produktmanager bis zum Sachbearbeiter Materialwirtschaft/Logistik, der es auf 44.000 Euro bringt.

Erreicht ein Ingenieur eine hohe leitende Position steigen seine Bezüge deutlich. Im Schnitt liegen sie laut Kienbaum dann bei 102.000 Euro, wobei Vertriebsleiter (durchschnittlich 141.000 Euro), Gesamtleiter Technik (durchschnittlich 139.000 Euro) und Werkleiter (durchschnittlich 128.000 Euro) die höchsten Bezüge einstreichen können.


Investmentbanker und Private-Equity-Manager

Es sind keine Jobs für Berufsanfänger. Investmentbanker und Private-Equity-Manager gehören auch nach der Wirtschaftskrise zu den Bestverdienern in der Bankenwelt. Die variablen Vergütungsanteile sind teilweise sehr hoch.

So kann das Gehalt eines Investmentbankers schon in den ersten Berufsjahren auf mehr als 150.000 Euro steigen. Leitende Positionen erreichen Bereiche jenseits der 300.000 Euro – nach oben ist prinzipbedingt viel Spielraum.


IT-Experten

Die Zahl der IT-Positionen insgesamt in den Unternehmen sinkt, weil Basisdienstleistungen zunehmend ausgelagert werden. Die verbleibenden Stellen sind aber meist mit höherer Verantwortung verknüpft und besser dotiert.

So verdient eine IT-Fachkraft laut Kienbaum im Jahr durchschnittlich 64.000 Euro, Jobs im IT-Betrieb sind dabei deutlich schlechter dotiert. Als Projektleiter dagegen kommt man laut Personalmarkt.de auf 67.000 Euro. Führungskräfte bringen laut Kienbaum im Schnitt 111.000 Euro mit nach Hause, wobei die Leiter Informationsverarbeitung und Organisation mit Gesamtbezügen von durchschnittlich 133.000 Euro am besten abschneiden.

An zweiter Stelle folgt der Leiter IT-Management (117.000 Euro im Schnitt), an dritter der Leiter Anwendungsentwicklung (107.000 Euro). Die Durchschnittsbezüge von SAP-Beratern beziffert Personalmarkt.de auf knapp 100.000 Euro.


Juristen

Die Spanne der Einkommen ist gewaltig bei Juristen. Rund 85 Prozent aller Jura-Absolventen werden Rechtsanwälte, fünf Prozent Richter oder Staatsanwälte, der Rest kommt in Unternehmen unter. Spitzenverdiener sind die Juristen, die in international tätigen Wirtschaftskanzleien arbeiten. Anfangsgehälter von 70.000 bis 100.000 Euro sind dort laut Bundesrechtsanwaltskammer normal, weitere jährliche Gehaltssteigerungen und eine Erfolgsbeteiligung selbstverständlich.

Schnell klettert das Jahresgehalt dadurch auf bis zu 200.000 Euro. Partner in Großkanzleien können bis in Regionen von 700.000 Euro vorstoßen – oder gar noch darüber. Auch in großen, mittelständischen Kanzleien steigen Absolventen mit 50.000 bis 80.000 Euro Jahresgehalt ein, dagegen können kleine Kanzleien oft nur 26.000 bis 39.000 Euro zahlen.

Richter und Staatsanwälte werden laut Deutscher Richterbund meist in den unteren beiden Stufen R1 und R2 des Bundesbesoldungsgesetz eingruppiert, was im günstigsten Fall – mit fortschreitendem Lebensalter – einem Grundgehalt von maximal 5500 Euro bedeutet plus Familien- und Ortszuschläge sowie Weihnachtsgeld. Die weiteren fünf Besoldungsstufen sind den Bundesrichtern und Bundesstaatsanwälten vorbehalten – die höchste Stufe entspricht einem Grundgehalt von gut 10.000 Euro.


Marketing und Vertrieb

Marketing und vor allem Vertrieb sind Arbeitsfelder, in denen sich noch immer sehr viel Geld verdienen lässt – gerade im Vertrieb auch für Nicht-Akademiker. Allerdings unterscheiden sich die Jahresgehälter der dortigen Mitarbeiter stark von Branche zu Branche, so dass Durchschnittswerte nur einen Anhaltspunkt liefern können.

Bei den Fachkräften reicht die Spanne laut Kienbaum von 20.000 bis mehr als 200.000 Euro, was – bei gleicher Hierarchieebene! – einem Faktor zehn entspricht. Spitzenverdiener sind Top-Verkäufer (89.000 Euro im Schnitt) und Senior-Produktmanager (83.000 Euro im Schnitt).

Bei Führungskräften nähern sich die Gesamtbezüge dann spürbar an, allerdings gibt es noch immer Unterschiede um etwa einen Faktor sechs: Von weniger als 50.000 bis mehr als 300.000 Euro ist alles drin. Im Schnitt verdienen Gesamtleiter Marketing und Vertrieb 140.000 Euro, reine Vertriebsleiter 5000 Euro weniger, reine Marketingleiter gar 21.000 Euro weniger.


Politiker

Ein Abgeordneter des Bundestages bezieht monatliche Diäten in Höhe von 7668 Euro. Diese sogenannte Abgeordnetenentschädigung bekommt ein Politiker nur solange er Mitglied des Bundestages ist. Nach dem Ende des Mandats erhält er ein zu versteuerndes Übergangsgeld, das den Wechsel in seinen früheren Beruf erleichtern soll (pro Jahr Bundestagszugehörigkeit beträgt das Übergangsgeld 7668 Euro).
 
Bundestagsabgeordnete erhalten neben der steuerpflichtigen Entschädigung monatlich 3969 Euro steuerfrei für den Ausgleich von Bürokosten im Wahlkreis, Mehraufwendungen am Sitz des Parlaments sowie Kosten für Repräsentationen und Wahlkreisbetreuung. Laut dem Bund der Steuerzahler verdient Bundeskanzlerin Angela Merkel (verheiratet, kein Kind) rund 15.800 Euro monatlich, ein Bundesminister etwa 12.800 Euro. Hinzu kommt die Dienstaufwandsentschädigung (12.270 Euro für die Kanzlerin, jeweils 3680 Euro für die Bundesminister), die steuerfrei ist.


Unternehmensberater

Sie tauchen in jeder Übersicht auf, die die bestbezahlten Jobs wiedergibt. Laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) steigt ein Berater zwischen 35.000 und 60.000 Euro ein. Größere Unternehmen zahlen in der Regel eher Gehälter, die sich an den oberen Grenzen orientieren, besonders auch die großen Managementberatungen, die das öffentliche Bild der Branche prägen.

Im zweijährigen Rhythmus klettern dort die Berater die Karriere- und Gehaltsleiter nach oben – oder steigen aus dem Geschäft aus, wenn sie dem irrwitzigen Tempo nicht gewachsen sind oder ihm nicht gewachsen sein wollen. Für Berater, die dabei bleiben, steht später der Sprung zum Partner an: durchschnittlich 250.000 bis 300.000 Euro Jahresbezüge sind dann möglich.

Quelle: Michael Vogel

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